Elektronisches Abfallnachweisverfahren eANV: Mit SAP profitieren Seit April 2010 ist das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) gesetzlich vorgeschrieben. Die komplette deutsche Entsorgungswirtschaft – von den Abfallerzeugern über die Beförderer und Entsorger bis hin zu den Behörden – ist seitdem verpflichtet, ihre Entsorgungsnachweise für gefährliche Abfälle papierlos zu erbringen.
Die Umstellung auf das elektronische Nachweisverfahren bietet große Chancen – besonders für Entsorger. Wer jetzt seine Einführungsprojekte rechtzeitig plant, intelligent konzipiert und auf die richtige Technologie setzt, erschließt sich große Vorteile im Wettbewerb.
Implico bietet Ihnen eine integrierte Gesamtlösung, die sich für jede ERP-Umgebung eignet. Diese Lösung stellt nicht nur sicher, dass Sie die gesetzlichen Vorgaben sicher erfüllen – sie ermöglicht Ihnen auch eine höchst effiziente Bearbeitung der Vorgänge, ist benutzerfreundlich und zukunftssicher. Außerdem ermöglicht sie Ihnen, Ihr Serviceangebot deutlich zu verbessern.
Das elektronische Nachweisverfahren entspricht im Wesentlichen den gewohnten Abläufen. Das bedeutet, es ist in zwei Felder unterteilt: Entsorgungsnachweis und Begleitpapiere.
Der Entsorgungsnachweis ist die grundsätzliche behördliche Erlaubnis für den Erzeuger, in einer bestimmten Zeit und Menge bestimmte gefährliche Abfälle zu produzieren. Deren Entsorgung wird dann über die Begleitscheine dokumentiert.
Die bisherigen Papierdurchschläge werden künftig durch eine genormte XML-Datei ersetzt. Diese besteht aus verschiedenen Layern: einen für den Erzeuger, den Beförderer, den Entsorger, die Behörde und schließlich wieder für den Erzeuger. Die XML-Datei dient als elektronisches Begleitdokument und wird bei jedem Prozessschritt weitergereicht.
Platziert ein Erzeuger einen Abholauftrag, dann muss er zusätzlich eine XML-Datei generieren und einen Layer mit den entsprechenden Daten zu Art, Menge, Herkunft usw. der gefährlichen Abfälle ausfüllen. Diese Datei signiert er mit einer qualifizierten elektronischen Unterschrift mit Hilfe einer scheckkartengroßen ID-Karte. Anschließend überträgt er die Datei in ein Postfach der ZKS-Abfall (Zentrale Koordinierungsstelle) seines Bundeslandes.
Der beauftragte Beförderer lädt sich die XML-Datei seines Auftraggebers herunter, fügt den entsprechend ausgefüllten Layer hinzu, signiert elektronisch und sendet die Daten wieder zurück zur ZKS-Abfall.
Dieser Vorgang wiederholt sich beim Entsorger und ebenso bei der Behörde, die allerdings nicht mehr signiert. Die XML-Datei ist nun vollständig ausgefüllt und dokumentiert rechtssicher den kompletten Entsorgungsprozess. Im letzten Schritt lädt der Erzeuger die finale XML-Datei vom Server der ZKS-Abfall herunter und archiviert sie.
Die SAP bietet bereits eine fertige Gesamtlösung für das elektronische Abfallnachweisverfahren an. Im Kern besteht die Architektur aus SAP Waste and Recycling, inklusive der Komponente „Abfallrecht“.
Den Austausch der XML-Dateien übernimmt eine Middleware; hier kommen verschiedene Hersteller in Frage. Die anspruchsvolle Aufgabe der Integration der Middleware in SAP Waste and Recycling realisieren erfahrene SAP-Implementierungspartner wie die Implico Gruppe, die bereits bei ersten deutschen Entsorgern das elektronische Nachweisverfahren erfolgreich umgesetzt hat.
Die letzte Komponente der Gesamtlösung ist das SAP Waste and Recycling Portal, entwickelt von Implico. Das Portal stellt die Funktionalität den internen und/oder externen Anwendern zur Verfügung. Gerade diese Möglichkeit, die Funktionalität nach Innen und Außen zu verteilen, ist für Entsorgungsunternehmen sehr vorteilhaft.
Mit SAP Waste and Recycling Portal ist der Entsorger in der Lage, seinen Kunden – also den Erzeugern – die für das elektronische Nachweisverfahren benötigte Funktionalität via Internet zur Verfügung zu stellen. Dies kann dann entweder als Serviceleistung oder sogar als (kostenpflichtige) Dienstleistung geschehen. Auf diese Weise eröffnet der Entsorger seinen Kunden, die vielleicht nicht mit SAP arbeiten, die Möglichkeit, die entsprechenden Abholaufträge direkt im SAP-System zu platzieren, Stammdaten zu ändern oder eben die für die vorgeschriebene Erstellung der Begleitscheine nötigen Prozesse abzuwickeln.
Für den Kunden bieten diese Services bedeutende organisatorische und finanzielle Vorteile. Und damit eröffnet sich der Entsorger, der entsprechende Angebote bereitstellt, einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.
Bei dieser Option erfolgt die Verteilung der Funktionalitäten intern über Intranet. Der Entsorger bietet so seinen Mitarbeitern eine Maske, über die sie die XML-Dateien abrufen, prüfen, signieren, weiterleiten oder archivieren können. Die Besonderheit hierbei ist, dass es sich um eine SAP-Oberfläche handelt.
Diese Option ist insbesondere dann sinnvoll, wenn entweder die eingesetzte Middleware über keinerlei Oberfläche verfügt oder Sie Ihren Mitarbeitern den ständigen Wechsel zwischen SAP- und Middleware-Oberfläche ersparen wollen. Denn die Erfahrung lehrt: SAP-Anwender bevorzugen ganz klar, ausschließlich in SAP und mit SAP-Oberflächen zu arbeiten.
Mit der intelligenten und frei skalierbaren SAP-Gesamtlösung können Sie die kommenden Anforderungen des elektronischen Abfallnachweisverfahrens nicht nur mühelos bewältigen – Sie gehen sogar noch einen entscheidenden Schritt weiter: Sie ergreifen die Chancen zur Verbesserung Ihres Kundenservices, schaffen neue Dienstleistungen und erhöhen die Benutzerfreundlichkeit. Nutzen Sie die Gunst der Stunde! Sie haben nicht mehr viel Zeit!