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OMV Standorte in Deutschland bereit für EMCS 2.0

14.09.2012 OMV Standorte in Deutschland bereit für EMCS 2.0Übergangsperiode für EMCS 1.0 endet am 30.09.2012 / Implico stellt deutsche OpenTAS-Kunden auf neues EMCS-Release um

Am 1. Oktober 2012 tritt die nächste Stufe des EMCS (Excise Movement and Control System) in Kraft: Das Versenden und/oder Empfangen verbrauchsteuerpflichtiger Ware unter Steueraussetzung ist dann nur noch mit der neuen EMCS-Version 2.0 möglich. Die OMV Deutschland GmbH arbeitet schon jetzt mit der neuen Version des elektronischen Beförderungs- und Kontrollverfahrens. Dafür nutzt das Unternehmen wie bisher die in OpenTAS integrierten EMCS-Funktionalitäten. Das Terminal Management und Terminal Automation System von Implico ist sogar zweifach von der deutschen Zollbehörde für EMCS 2.0 zertifiziert: in der Version 4.6 und in der Version 5.0.
 
Das elektronische Beförderungs- und Kontrollverfahren EMCS ist seit Januar 2011 für den grenzüberschreitenden Transport verbrauchsteuerpflichtiger Waren unter Steueraussetzung innerhalb der EU verpflichtend. Dazu gehören auch die meisten Produkte der Öl- und Gasindustrie. Seit Anfang 2012 sind auch innerdeutsche Beförderungen dieser Waren nur noch im elektronischen Verfahren EMCS möglich. Ab diesem Zeitpunkt erlaubte der Zoll auch die Verwendung der neuen Version EMCS 2.0. Die Änderungen zur Version 1.0 betreffen vor allem die Vorgänge „Aufteilung von Beförderungsvorgängen mit Energieerzeugnissen“, „Warnung/Ablehnung vor Empfang“, die „Erläuterung von Fehl-/Mehrmengen“ und „Abbruch des Beförderungsvorgangs“. Im Rahmen einer Übergangsphase kann noch bis Ende September entweder der EMCS-1.0-Standard oder schon der EMCS-2.0-Standard in der elektronischen Kommunikation mit dem Deutschen Zoll verwendet werden. Ab Oktober ist dann ausschließlich die Kommunikation im Standard EMCS 2.0 möglich.
 
OpenTAS ist zertifiziert für EMCS 2.0
Die Eröffnung und Beendigung von EMCS-relevanten Transporten erfolgt in Deutschland über ein Webportal des Zolls – oder mit einer zertifizierten Software wie OpenTAS. Dabei sind die Vorteile integrierter Komplettlösungen wie OpenTAS gegenüber webbasierten Lösungen immens. So steigert die automatisierte Versendung der Verladedaten an die Zollbehörden über eine zertifizierte Schnittstelle deutlich die Datensicherheit und auch die Effizienz, ermöglicht sie doch einen 24-Stunden-Betrieb. Auch müssen keine neuen, manuellen Arbeitsabläufe im Versand eingeführt werden. Zudem ist ein ganzheitliches System kostengünstiger im Betrieb. Implico hat OpenTAS auch für EMCS 2.0 zertifizieren lassen, und zwar sowohl die aktuelle Version 5.0 als auch die Vorgängerversion 4.6. So können auch Kunden, die jetzt noch nicht auf OpenTAS 5.0 wechseln, weiterhin von den in OpenTAS integrierten EMCS-Prozessen profitieren. Hier ist lediglich eine Erweiterung der Programme notwendig.
 
Umstellung auf EMCS 2.0
Für diese Variante hat sich die OMV Deutschland GmbH entschieden, und so haben die Experten von Implico die Raffinerie in Burghausen und das Tanklager Feldkirchen zügig auf EMCS 2.0 umgestellt. Dabei blieb der normale Betrieb von der Umstellung unberührt, da die neue EMCS-Version vollkommen unabhängig von der Vorgängerversion 1.0 läuft. Auch bei den anderen OpenTAS-Kunden in Deutschland – darunter Total, Vopak und Tanklager Simon – stellt Implico zurzeit die Prozesse auf EMCS 2.0 um.
 
 
Über OMV Deutschland GmbH
Die OMV Deutschland ist das führende Erdöl- und Erdgasunternehmen in Bayern. Die Aktivitäten umfassen das Raffinerie-, Kunden- und Tankstellengeschäft. Die OMV Deutschland verfügt derzeit über rund 320 Tankstellen, davon allein in Bayern 250. Dies entspricht einem Marktanteil von mehr als 10 Prozent. Weitere Stationen befinden sich in Baden-Württemberg und Hessen.
 
Im Kundengeschäft ist die OMV mit 30 Prozent Marktanteil Marktführer in Bayern. Das OMV Tanklager Feldkirchen, das die OMV zusätzlich im Auftrag des Erdölbevorratungsverbands (EBV) betreibt, gewährleistet seit Anfang der 1970er Jahre die Versorgungssicherheit des Großraums München und der Region mit Diesel und Heizöl. Mit Kerosin aus der Raffinerie Burghausen ist das Tanklager über eine direkte Pipeline Hauptlieferant des Flughafens München.
 
Im Jahr 2003 stockte die OMV ihre Anteile an der Trans Alpine Pipeline auf 25 Prozent auf und erwarb 45 Prozent der Bayernoil Raffinerie GmbH. Mit den Raffineriestandorten in Burghausen, Neustadt sowie Vohburg und einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 8,2 Mio Tonnen verfügt die OMV über 42 Prozent der bayerischen Raffineriekapazität. Damit ist sie zugleich wichtigster Versorger von Mineralölprodukten in Süddeutschland und deckt deutschlandweit bereits rund 10 Prozent des Bedarfs der chemischen Industrie an Erdölderivaten.


Foto
OMV-Lager in Burghausen, © OMV
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